Wie lange dauert es beim Fertighaus, bis man einziehen kann?
Beim Bau eines Fertighauses ist die Bauzeit von mehreren Faktoren abhängig, so zum Beispiel davon ob man sich als Bauherr für ein schlüsselfertiges Haus oder ein Ausbauhaus entscheidet. Bei der schlüsselfertigen Variante übernimmt der Anbieter die Aufstellung des Rohbaus wie auch sämtliche Ausbauarbeiten, während der Bauherr bei einem Ausbauhaus alle oder einen Teil der Innenausbaugewerke in eigener Regie durchführt.
Die Leistungen des Herstellers umfassen beim Ausbauhaus in der Regel die Wände, das Dach, den Außenputz sowie Fenster und Türen. Weitere Leistungen können mit so genannten Ausbaupaketen zusätzlich erworben werden. Auch die Frage, ob ein Fertighaus mit Keller oder lediglich auf einer Bodenplatte ohne Keller errichtet wird, hat entscheidenden Einfluss auf die Bauzeit.
Für die Baustelleneinrichtung, die erforderlichen Erd- und Vermessungsarbeiten und die Herstellung eines Kellers einschließlich Kellerdecke muss man etwa vier bis fünf Wochen einkalkulieren. Soll das Fertighaus dagegen auf einer Bodenplatte errichtet werden, sollte diese normalerweise innerhalb von 14 Tagen nach Baubeginn fertig gestellt sein. Allerdings müssen Bauherren im Anschluss mit einer mehrwöchigen Pause im Bauablauf rechnen, da die einzelnen Elemente für den Bau eines Fertighauses erst dann im Werk gefertigt werden, wenn ein verbindlicher Vertrag unterzeichnet wurde.
Im Allgemeinen nennt die Fertighausfirma dem Bauherrn einen verbindlichen Aufbautermin, der von der Auslastung des Fertigungswerkes abhängt. Durchschnittlich kann man davon ausgehen, dass man nach der Fertigstellung der Bodenplatte etwa einen Monat bis zum Aufbautermin warten muss.
Der Transport der Bauelemente zur Baustelle und deren Montage erfolgen häufig an einem einzigen Arbeitstag, spätestens am zweiten Tag wird normalerweise das Dach montiert. Danach kann es mit den Innenausbauarbeiten weitergehen: Elektro- und Sanitärinstallation, Heizungsinstallation, Putz- und Estricharbeiten, Trockenbauarbeiten, Fliesen- und Malerarbeiten.
Diese Arbeiten nehmen bei einem Fertighaus genau so viel Zeit in Anspruch wie bei einem Massivhaus und man muss dafür etwa acht bis zwölf Wochen einkalkulieren. Wenn Teile des Ausbaus in Eigenleistung übernommen werden, findet die Schlüsselübergabe freilich schon zu einem früheren Termin statt, am Zeitpunkt der kompletten Fertigstellung ändert dies jedoch grundsätzlich nichts.
Der Bau eines Kellers braucht auch beim Fertighaus Zeit

Die Montage von Wänden und Dach geht schnell vonstatten

Auch die Baugenehmigung erfordert Zeit
Auch bei Fertighäusern ist zu bedenken, dass die Genehmigung des Bauantrags ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt. Zwar entfällt hier die Planungszeit, da die Pläne der verschiedenen Haustypen normalerweise bereits fertig “in der Schublade” liegen. Auf die Baugenehmigung muss man aber hier genauso lange warten wie bei Häusern in konventioneller Bauweise.Weitere interessante Artikel